Glücksspielwerbung stark in der Kritik

Glücksspielwerbung stark in der Kritik

Die Glücksspielkommission (BGC) aus Belgien kritisiert wieder einmal die Werbung im Glücksspiel. Konkret geht es hierbei um die Werbung im Profifußball in Belgien.

In einem Bericht veröffentlichte die BGC, dass die Werbung für Glücksspiel stark zugenommen hat. Unter anderem auch Dank des Sponsorings der Jupiler Pro League durch die Marke Kindred, wo auch Unibet zu gezählt wird.

Auch die verschiedenen Vereine wie RSC Anderlecht wählen Glücksspielunternehmen als Sponsorenpartner aus. In der höchsten Spielklasse wurden von 18 Vereinen, ganze 14 Vereine von Unternehmen der Glücksspielindustrie unterstützt.

Glücksspielwerbung immer häufiger

Alle top-Clubs aus Belgien sind in den letzten Jahren eine Kooperation mit Glücksspielunternehmen eingegangen. Das kritisiert die BGC erheblich.

In einem Bericht wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass belgische Vereine im Bereich Social-Media ebenfalls häufig die Logos oder Schriftzüge der Wett-Anbieter einblenden. Somit werden natürlich unter anderem auch viele Jugendliche in die Versuchung des Glücksspiels gebracht. Daran teilzunehmen ist für Personen unter 18 Jahren selbstverständlich illegal.

Eine Analyse der Werbung im Profifußball zeigt, dass die Glücksspielwerbung bei Fußballspielen allgegenwärtig zu sein scheint. Des Weitern wird eine klare Steigerung der Glücksspielaktivität an Spieltagen der Jupiler Pro League erkannt. Fußballfans werden durch Werbung und durch das Spielen der Lieblingsmannschaft natürlich zum Wetten verführt.

Es geht sogar so weit, dass die Bekanntheit der Werbung für Glücksspiel ein Problem darzustellen scheint. Zuschauer werden davon überzeugt, dass Glücksspiel und Sportwetten ein fester Bestandteil des Sports ist.

Glücksspielwerbung vermittelt Werte

Die Beziehung zwischen Fußball und Glücksspiel wird in der Werbung noch enger miteinander verbunden.

Es wird in der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt, dass beide Aspekte untrennbar zueinander gehören.

Es gilt, als Spieler definitiv zu unterscheiden zwischen Sportwetten und dem Fußball an sich. Dies fällt vielen regelmäßigen Spielern aber immer schwerer.

BGC überprüft mögliche Schritte

Die Kommission erklärte kürzlich, sie müsse prüfen, ob gewisse Beschränkungen für Glücksspielwerbung eingeführt werden sollten.

Ein Verbot von Glücksspielwerbung bei Sportveranstaltungen steht zur Debatte. Dies wäre sicherlich ein erheblicher und radikaler Schritt.

In dem Bericht hieß es „Es ist wichtig zu wissen, ob Werbebeschränkungen umgesetzt werden können. Es kann von einem kompletten Werbeverbot, einem Verbot des Sponsorings von Sportvereinen oder einem Verbot von spezieller Produktplatzierung gehen“. Ein Punktesystem bis zu einem maximalen Prozentsatz des öffentlichen Raums wird ebenfalls diskutiert.

Auf dieser Grundlage kann die Glücksspielkommission eine gezielte Kontroll- und Sanktionspolitik erarbeiten.

Obwohl dieser kürzlich veröffentlichte Bericht feststellte, dass Werbung ein wichtiger Weg ist, mit dem lizenzierte Betreiber Spieler gewinnen können, die ansonsten auf illegale Angebote zurückgreifen würden, heißt es nicht, dass es keine Werbebeschränkungen geben sollte“.

Blick in die Zukunft

Wir dürfen gespannt sein, wie es sich in der nahen Zukunft entwickeln wird. Belgien gilt immerhin als eine der Hochburgen der Glücksspielwerbung.

Der Fakt, dass die BGC immer härter durchgreift, haben schon einige andere Bereiche des Glücksspiels erfahren müssen.

Wir gehen aber in diesem Fall davon aus, dass es auf eine faire und sichere Regelung hinauslaufen wird. Es ist kaum vorstellbar, dass Verträge zwischen den großen Fußballvereinen wie dem RSC Anderlecht und Unibet einfach so hinfällig wären. Es steckt eine Menge Geld im Glücksspiel und im Fußball, dementsprechend mächtig sind beide Sektoren. Sogar der Staat verdient beim Glücksspiel mit.

Es kommen sicherlich spannende Zeiten auf die Glücksspiel- und Werbeindustrie zu.

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